Das Ziel der Spitalhygiene ist es nosokomiale – im Spital erworbene – Infektionen zu verringern und die Ausbreitung von resistenten Keimen zu verhindern, um Patienten, Angehörigen und Mitarbeitende zu schützen.
Nahezu jeder zehnte Patient, der ins Spital kommt, erkrankt zusätzlich an einer Infektion, die er dort erwirbt. Die Infektionsrisiken so klein wie möglich zu halten, ist daher lebensnotwendig. Diese Aufgabe übernimmt die Spitalhygiene. Sie unterstützt und berät alle, die mit Infektionskrankheiten, der Übertragung von Keimen, der hygienisch korrekten Aufbereitung medizinischer Geräte, der gesetzlich konformen Entsorgung von Abfällen wie auch der Qualitätssicherung zu tun haben.
Resistente Keime nehmen zu
Weltweit nehmen die resistenten Keime zu. Am Spital Uster sind deshalb verschiedene Massnahmen erarbeitet und implementiert worden, die dazu beitragen, dass Patienten und Mitarbeitende weder sich selbst noch andere anstecken. So werden Keime nicht unnötig weiter verbreitet und können Schaden anrichten.
Manchmal nötig: Isolierungsmassnahmen
Manchmal sind Isolierungsmassnahmen nicht zu umgehen. Dies bedeutet für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige und Mitarbeitende eine zusätzliche Belastung. Die Hygieneberaterin unterstützt und berät wo immer möglich, indem sie vor Ort dabei ist, bei der praktischen Umsetzung der Isolierungsmassnahmen hilft sowie Gespräche mit Patienten und Angehörigen führt. Alle Isolierungsmassnahmen entsprechen selbstverständlich den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Leistungsspektrum
- Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
- Hygienehandbuch regelt Standards
- Materialbeschaffung und Entsorgung
- Mitarbeitende werden geschult
- Regelmässige Audits
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Wir sind bestrebt Geräte, Instrumentarien und Prozesse laufend zu überprüfen und wo nötig auch extern validieren zu lassen. Dazu gehört:
- die Überprüfung der Wasserqualität
- die Validierung der Reinigungs- und Desinfektionsmaschinen sowie der Sterilisationsgeräte in der Zentralsterilisation
- die externe mikrobiologische Überprüfung aller Endoskope zweimal jährlich
Hygienehandbuch regelt Standards
Um jederzeit eine möglichst grosse Sicherheit gewährleisten zu können, regelt das Hygienehandbuch die aktuellen Standards. Alle Mitarbeitenden haben Zugang dazu. Darin detailliert festgehalten sind Weisungen, Richtlinien und Isolierungsmassnahmen. Die Hygienekommission prüft, überarbeitet und verabschiedet die Richtlinien regelmässig.
Materialbeschaffung und Entsorgung
Bei der Materialbeschaffung wird sichergestellt, dass die hygienisch hohen Anforderungen eines Spitals erfüllt werden. Ebenso wird bei der Entsorgung Wert darauf gelegt, dass sowohl die gesetzlichen Vorgaben als auch der Sicherheit der Mitarbeitenden jederzeit Rechnung getragen wird.
Mitarbeitende werden geschult
Die Hygieneberaterin bietet regelmässig obligatorische Schulungen zu hygienisch relevanten oder brisanten, aktuellen Themen (z.B. Schweinegrippe, MRSA etc) an.
Regelmässige Audits
Um die praktische Umsetzung der Richtlinien zu überprüfen, werden regelmässig Audits in allen Bereichen durchgeführt. Werden dabei Abweichungen zu den Vorgabe des Hygienehandbuchs festgestellt, so werden diese mit den Verantwortlichen besprochen und entsprechende Massnahmen eingeleitet.






