Dr. Thomas Hillermann leitet seit fast zwei Jahren die Anästhesieabteilung. Welchen Beruf er beinahe ergriffen hätte und mit wem er gern einen Tag lang tauschen würde, verrät er im Interview.
Die Abwechslung: Die Anästhesie bietet eine gute Mischung aus Akutsituationen, medizinisch intellektuellen und handwerklichen Herausforderungen und stellt Anforderungen an Organisations- und Kommunikationstalent. Als Chefarzt habe ich ausserdem die Möglichkeit, die Strukturen, in denen man sich bewegt, mit gestalten zu können.
Es ist sehr befriedigend, Menschen in lebensbedrohlichen Akutsituationen dank guter Teamarbeit helfen zu können.
Wenn eben solche lebensbedrohlichen Situationen nicht gut ausgehen für einen Patienten und wir im Team anschliessend überlegen, ob man irgendetwas hätte anders oder besser machen können.
Neben fundierten medizinischen Kenntnissen und handwerklichem Geschick muss man als Anästhesist in der Lage sein unter Zeitdruck Entscheidungen zu treffen. Organisatorisches Geschick und kommunikative Fähigkeiten helfen sehr, um den Berufsalltag mit all seinen Schnittstellen erfolgreich zu bewältigen.
Vor dem Medizinstudium habe ich als Rettungssanitäter gearbeitet. Zum einen hat mich diese Erfahrung zur Medizin gebracht und zum anderen waren es oft Anästhesisten, die in notfallmedizinischen Situationen souverän handelten.
Konditor. Mit meiner Vorliebe für Süsses und handwerklichem Interesse habe ich etliche Wochen in einer Konditorei gearbeitet und mit dem Gedanke gespielt, diese Tätigkeit zum Beruf zu machen.
Mit einem wirklich guten Bergsteiger – der Tausch müsste aber die bergsteigerischen Fähigkeiten beinhalten, so dass ich am Ende des Tages eine schwierige Wand bewältigt und einen tollen Gipfel erreicht hätte.
Die Anästhesieabteilung weiterzuentwickeln und die Zukunft des Spitals Uster mit gestalten zu können – und vielleicht irgendwann doch noch einmal einen richtig hohen Berg zu besteigen.



