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Was passiert wenn ich geröntgt werde?

Strahlenschutz
Die Menschen sind ständig einer natürlichen Strahlung aus dem Erdboden und dem Kosmos ausgesetzt. Ein Teil dieser Strahlung sind wie die Röntgenstrahlen ionisierende Strahlen, die an lebenden Zellen in Abhängigkeit von der Gewebeempfindlichkeit, der Strahlenart und -dosis biologische Veränderungen auslösen können. Die inzwischen seit mehr als 100 Jahren betriebene Röntgendiagnostik ist ständig und immer erfolgreicher bemüht, durch die Fortentwicklung der Röntgengeräte und die Verwendung immer empfindlicherer Röntgenfilme, die zur Diagnostik benötigte Strahlendosis zu reduzieren. Die Röntgengeräte unseres Instituts unterliegen einem regelmässigen Service der Herstellerfirmen und werden durch das Bundesamt für Gesundheitswesen überwacht. Unser Ziel ist es, die Strahlenbelastung für Patientinnen und Patienten sowie des Röntgenpersonals auf ein Minimum zu senken. Besonders empfindliche Organe, wie beispielsweise die Geschlechtsorgane, werden, wenn immer möglich und nötig, durch Bleischürzen zusätzlich geschützt. So können Röntgenuntersuchungen von Armen und Beinen weitgehend gefahrlos durchgeführt werden. Dank der heutigen Röntgentechnik entspricht die Strahlendosis für eine Lungenaufnahme etwas derjenigen Dosis, die Sie aufgrund der Zunahme der kosmischen Strahlung bei einem Hin- und Rückflug von Europa nach Amerika erhalten.
Ansprechpartner/in während der Untersuchung
Sie werden von Ihrem Stationsarzt, Ihrem Hausarzt oder einem Spezialisten anderer Fachrichtung zu einer radiologischen Untersuchung oder speziellen Behandlung überwiesen. Unser Ziel ist eine umfassende Diagnostik und Betreuung der Patientinnen und Patienten.

Eine Fachperson für medizinisch-technische Radiologie (FMTR) führt die Röntgenuntersuchung in enger Zusammenarbeit mit einem Facharzt für medizinische Radiologie durch. Die FMTR betreut die Patientinnen / Patienten während der Untersuchung, sie ist für die korrekte Lagerung und Einstellung zur Röntgenaufnahme und den Schutz vor Strahlen zuständig und bedient die technischen Geräte.
Über das Ergebnis der Röntgenuntersuchung wird durch eine Fachärztin / einen Facharzt für medizinische Radiologie ein schriftlicher Bericht an den zuweisenden Arzt verfasst. Um Facharzt, Fachärztin für medizinische Radiologie zu werden, erfolgt nach dem Medizinstudium eine 5-jährige Weiterbildung in diagnostischer Radiologie, die mit einem Fachexamen abgeschlossen wird. Für Fragen im Zusammenhang mit der bei ihnen durchgeführten Röntgenuntersuchung stehen Ihnen die Fachärztin / der Facharzt für medizinische Radiologie und die FMTR zur Verfügung.
Herkömmliches Röntgen
Für die Erstellung eines herkömmlichen Röntgenbildes werden Röntgenstrahlen (elektromagnetische, ionisierende Wellenstrahlung) benutzt. Innerhalb von Sekundenbruchteilen durchdringen sie den Körper und erzeugen auf dem Röntgenfilm ein Bild des Körperinnern. Am häufigsten werden Herz, Lunge, Bauchraum, Nieren sowie Knochen geröntgt. Neben dem herkömmlichen Röntgen gibt es heute eine breite Palette verschiedener radiologischer Spezialuntersuchungen.
Röntgendurchleuchtung
Bei der Röntgendurchleuchtung wird mittels einer Röntgen-Bildverstärker-Fernsehkette ein Röntgenfernsehen ermöglicht. Hierbei lassen sich Organbewegungen verfolgen sowie vor allem mit Hilfe von Kontrastmittel Erkrankungen der Gefässe, des Magens und Darmes aufdecken. Die Röntgendurchleuchtung wird auch für bildgesteuerte Eingriffe, die sogenannte interventionelle Radiologie, eingesetzt, um verengte Blutgefässe zu erweitern oder blutende zu verschliessen bzw. gezielt Gewebeproben zu entnehmen.
Computertomographie (CT)
Bei der Computertomographie werden in einer kurzen Röhre Querschnittsbilder des Körpers erzeugt. Mit Hilfe herkömmlicher Röntgenstrahlen wird eine Überlagerungsfreie Abbildung der menschlichen Organe erreicht. Hierdurch können zahlreiche krankhafte Veränderungen präzise sichtbar gemacht werden. Mit der CT können das Gehirn, die Organe des Brust- und Bauchraumes, Bandscheiben sowie Knochen und Gelenke untersucht werden. Ferner lassen sich mit der CT gezielte Gewebeentnahmen oder Drainagen von Flüssigkeitsansammlungen im Körperinnern durchführen.

Seit April 99 ist im Spital Uster ein Spiral-CT in Betrieb, ein CT der neuesten Generation. Für die Patientin, den Patienten wird sich die Dauer der Strahlenbelastung deutlich verringern, die einzelnen Untersuchungen können um einiges schneller gemacht werden.
Mammographie
Sie ermöglicht die Abklärung unklarer Tastbefunde in der weiblichen Brust. Im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen dient sie der Früherkennung des Brustkrebses.
Ultraschall
Die Ultraschalluntersuchung oder Sonographie erfolgt mittels gefahrloser Hochfrquenzwellen, die von den Konturen der Organe des Körpers reflektiert werden und auf dem angekoppelten Bildschirm ein Abbild der Organe erzeugen. Der Ultraschall wird für die Ueberwachung der Schwangerschaft, die Untersuchung von Bauch- und Beckenorganen, des Herzens, der weiblichen Brust wie auch von Gelenken und Weichteilen eingesetzt. Mit seiner Hilfe können auch gezielte Gewebeentnahmen vorgenommen werden.
Kontrastmittel
Das Lumen von Speiseröhre, Magen und Darm sowie die Gefässe können nur mit Kontrastmittel sichtbar gemacht werden. Bei der Computertomographie wird die Organdarstellung durch die Gabe von Kontrastmittel deutlich verbessert, gewisse krankhafte Prozesse werden erst dadurch erkennbar. Die in eine Vene injizierten Kontrastmittel können ein leichtes, allgemeines Wärmegefühl wie auch eine unangenehme Geschmacksempfindung auslösen. Alle Kontrastmittel werden innerhalb weniger Stunden mit dem Urin oder Stuhl ausgeschieden.