Angebot

 

Das sehr breite Angebot umfasst neben der modernen Unfallchirurgie auch die Notfallchirurgie von inneren Organen sowie häufige Eingriffe an Weichteilen, Gefässen und inneren Organen.


Das Leistungsspektrum in der Übersicht:

  1. Unfallchirurgie:Behandlung von Knochenbrüchen, komplexe Gelenksverletzungen, Sehnen- und Bandverletzungen, Verletzungen innerer Organe von Brust- und Bauchraum
  2. Notfallchirurgie der inneren Organe bei Entzündungen (Blinddarm, Gallenblase), Durchbruch von Hohlorganen (Magen, Darm) oder Darmverschluss
  3. häufig vorkommende Wahleingriffe: Operation bei Brüchen (Leistenbruch, Narbenbruch), Operationen am After (Hämorrhoiden, Fisteln), Entfernung der Gallenblase, Operation bei Krampfadern

 


Als AO-Klinik auf Knochenbruch-Operationen spezialisiert

Die nicht operative Knochenbruchbehandlung hat viele Nachteile: Fehlstellungen, versteifte Gelenke, Muskelabbau oder Lungenembolien bei langer Bettruhe. Deshalb gründeten 1958 visionäre Schweizer Chirurgen (Allgöwer, Müller, Schneider, Willenegger) die Arbeitsgruppe für Osteosynthesefragen (AO). Heute ist die operative Knochenbruchtherapie (Osteosynthese) zum international erkannten Standard geworden. Im AO-eigenen Forschungszentrum in Davos werden die Behandlungsverfahren laufend verfeinert. Das Spital Uster als AO-Klinik führt jährlich rund 650 Osteosynthesen durch. Unsere Kaderärzte sind als Referenten und Instruktoren bei AO-Ausbildungskursen regelmässig präsent.

Oberschenkelhalsbruch

KnöchelbruchKomplexe, ins Gelenk verlaufende Bruchformen

Moderne, schonendere Operationstechnik für schnellere Heilung bei Knochenbrüchen

Dank moderner Plattensysteme können teilweise auch komplexe Frakturen in minimal invasiver Technik (MIPO = minimal invasive Plattenosteosynthese) operiert werden: Über kleine Hautschnitte werden Platten eingeschoben und fixiert (winkelstabile Schrauben). Die kritische Bruchzone wird nicht freigelegt; die wichtige Durchblutung der Bruchteile bleibt so erhalten. Dieses «biologische» Operieren wird auch bei der Nagelung von Brüchen berücksichtigt. Moderne Nagelsysteme ermöglicht es, auch komplexere bzw. Kombinationsbrüche in dieser Technik zu versorgen. Auf die Bruchzone abgestimmte Formplatten ermöglichen eine einfache und und sichere Osteosynthese.

Kniegelenkspiegelung und Kreuzbandbehandlung

Bei der Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie) können Schäden und Verletzungen im Kniegelenk (vor allem Meniskus- oder Knorpelverletzungen, Bandrisse) festgestellt und durch eine arthroskopische Operation mit nur kleinen Hautschnitten behoben werden.

Von einer Kreuzbandruptur spricht man, wenn ein Riss eines oder beider Kreuzbänder vorliegt. Kreuzbandrisse entstehen meistens im Rahmen von Sportverletzungen. Neben Meniskusverletzungen gehören sie zu den häufigsten Verletzungen im Bereich des Kniegelenks. Nicht behandelte Kreuzbandrupturen können zu schweren Abnützuungserscheinuingen im Gelenk führen. Die chirurgische Therapie beinhaltet in der Regel den Ersatz des gerissenen Bandes durch eine andere Sehnen- oder Bandstruktur am Kniegelenk.

Kniearthroskopie

Kreuzbandersatz

Mehrfachverletzung: Versorgung aus einer Hand beim Polytrauma

Im Schockraum der Notfallstation werden mehrfachverletzte Patienten von einem interdisziplinären Team bestehend aus Unfallchirurgen, Anästhesisten und speziell ausgebildetem Pflegepersonal betreut. Diese Patienten sind häufig in akuter Lebensgefahr, professionelle und eingespielte Abläufe sind entscheidend. Unmittelbar lebensbedrohliche Verletzungen müssen innerhalb von Minuten erkannt werden, gleichzeitig erfolgen erste lebensrettende Massnahmen wie Kreislaufunterstützung oder Beatmung. Blutungen müssen mittels Notoperationen unverzüglich gestillt werden, Knochenbrüche werden möglichst rasch, häufig meist aber nur provisorisch fixiert.

Notfallchirurgie der Inneren Organe: Rolle des Allgemeinchirurgen

Um eine möglichst kompetente und nicht allzu Organ-fokussierte Behandlung für den Patienten mit potentiell lebensbedrohlichen Problemen zu gewährleisten, hat sich in der Notfallsituation der Einsatz von möglichst breit ausgebildeten Allgemeinchirurgen bewährt. Trotz teilweise aufwändigen und vielleicht wiederholten Spezialuntersuchungen (vor allem Ultraschall und Computertomographie) muss aus lebenserhaltenden Gründen nicht selten rasch und auch ohne genaue Diagnose operiert werden. Dank ihrer Erfahrung und ihrem Leistungsspektrum sind Allgemeinchirurgen in der Lage, auf verschiedenste, teilweise sehr komplexe und unvorhergesehene Situationen kompetent zu reagieren.

Appendektomie: Entfernung des BlinddarmsBauchfellentzündung (Peritonitis)Darmverschluss (Ileus)

Laparoskopie: wenn immer möglich

Die Laparaskopie (Videotechnik) – hat offensichtliche Vorteile: dank kleineren Schnitten ist die Operation weniger belastend, die Patienten haben weniger Schmerzen und können häufig auch früher nach Hause gehen. Bei kleineren Schnitten ist die Bauchdecke wieder früher belastbar (zum  Beispiel für sportliche Aktivitäten), zudem kommt es seltener zu Bruchbildungen im Narbenbereich (Narbenbrüchen). Die laparoskopische Operationstechnik eignet sich für eine Vielzahl von Eingriffen: Leistenbruch, Blinddarm- oder Gallenblasenentfernung, bei Operationen am Zwerchfell / Magen und bei Eingriffen am  Dickdarm. Je nach Grösse lassen sich auch Bauchwandbrüche laparoskopisch versorgen.

Leistenbruch und andere Hernien

Der Leistenbruch ist die häufigste Hernie (Bruch) des Menschen; eine andere typische Bruchlokalisationen ist die Bauchdecke (v.a. Nabelbereich, Narbenbrüche nach Bauchoperationen). Seltener sind innere Hernien (Bauchraum, Zwerchfellbruch) und Schenkelhernien. Die Mehrzahl dieser Bruchformen erfordert eine chirurgische Behandlung, da sie häufig Beschwerden oder gar Einklemmungen verursachen können. Ziel der Operation ist der Verschluss der Bruchpforte, wofür es verschiedenste Techniken gibt. Dazu werden heute zunehmend Kunststoffnetze verwendet. Sie garantieren die besten langfristigen Resultate. Solche Operationen werden häufig auch laparoskopisch durchgeführt.

Leistenbruch-Operation

Cholezystektomie: Entfernung der Gallenblase

Fast immer sind Gallensteine der Grund, warum die Gallenblase entfernt werden muss. Leichte Beschwerden nach dem Essen, aber auch heftigste Bauchkoliken, können Ausdruck des «Steinleidens» sein. Möglich sind aber auch schwerere Komplikationen wie Gallenblasenentzündung, Verschluss der Gallenwege, im schlimmsten Fall eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Gallenblasenkrebs. Fast immer ist es möglich, die Gallenblase in laparoskopischer Technik (kleine Schnitte, Videotechnik) zu entfernen. Nicht immer gelingt dies beim Vorliegen einer schweren Entzündung oder infolge von ausgedehnten Verwachsungen nach vorausgegangenen Operationen.

Entfernung der Gallenblase

Operation bei Krampfadern

Kleine Krampfadern (Varizen) – meist ein kosmetisches Problem – werden verödet oder mit Laser behandelt. Chirurgisch operiert werden Krampfadern im Bereich der Leitvenen und der grösseren Nebenäste. Hier ist es wichtig, dass vor der Operation mittels Venenduplex (Ultraschall) das genaue Ausmass der krankhaften Venenveränderungen erfasst wird. Die grösseren Leitvenen werden entfernt (gestrippt): dabei wird ein Plastikdraht in die Vene auf die gewünschte Länge eingeführt, mit welchem das Venenstück dann herausgezogen (gestrippt) wird. Nebenäste werden über wenige Milimeter grosse Stickincisionen entfernt, was ein gutes kosmetisches Resultat verspricht.

Operation der Krampfadern

Proktologie: Operationen am Enddarm und Anus

Diese Erkrankungen können im frühen Stadium häufig erfolgreich medikamentös behandelt werden. Muss operiert werden, so verwenden wir moderne Methoden. Hämorrhoiden werden wenn möglich mittels Klammernaht-Apparat möglichst hoch abgesetzt, was schmerzarm ist und den Schliessmuskel sicher schont. Sehr hartnäckig sind Fisteln (unnatürliche Verbindungen zwischen dem Enddarm und zum Beispiel der Haut) und Fissuren. Häufig ist eine eingehende Abklärung mit einer speziellen Ultraschallsonde vor der Operation besonders wichtig. Diese Untersuchung eine exaktere und «radikalere» Operation.

Operation bei Mastdarmvorfall

Team

Porträt

Die Allgemein- und Unfallchirurgie bildet zusammen mit der Viszeralchirurgie eine organisatorische Einheit unter der Leitung von Prof. Dr. Gian A. Melcher.


Neben Prof. Dr. Gian A. Melcher, Chefarzt Chirurgie, besteht das Team aus dem Chefarzt-Stellvertreter Dr. Horst Büchel und den beiden Leitenden Ärzten Dr. Vital Schreiber und Dr. Ulrich Baumann. Das mehrköpfige Oberarztteam unterstützt diese Kadermitarbeiter.

Notfallstation von grosser Bedeutung

Rund die Hälfte unserer Patienten kommen notfallmässig zu uns und müssen auch notfallmässig operiert werden, so z.B. bei Blinddarmentzündung, Darmverschluss oder Beinbruch. Mehrere Notfallequipen ermöglichen jederzeit eine breite Diagnosik und eine professionelle Therapie. Eine enge Zusammenarbeit mit den verschiedensten Spezialisten und Disziplinen ist in der Unfall- und Notfallchirurgie selbstverständliche Voraussetzung und gelebter Alltag. Auf der  Notfallstation, bei Bedarf im Schockraum, beginnt das Management von teilweise schwerverletzten oder lebensbedrohlich erkrankten Patienten.

Beim Notfall ist interdisziplinäre Zusammenarbeit gefordert

Chirurgen werden bei Bedarf bereits auf der Notfallstation durch das Team der Anästhesie (verantwortlich für die Beatmung und Kreislaufunterstützung der Patienten) und der Radiologie (mittels Röntgen, Ultraschall, Computertomographie) unterstützt. Anschliessend folgt dann auch noch die enge Zusammenarbeit mit Team des Operationsaales, der Intensivstation oder weiterer Fachspezialisten, zum Beispiel der Inneren Medizin.

Rund um die Uhr einsatzbereit

Um eine optimale Versorgung zu gewährleisten sind alle Fachkräfte während 24 Stunden am Tag abrufbar. Dies ist von ganz entscheidender Bedeutung, da unsere Patienten zunehmend älter sind, gleichzeitig an mehreren Vorerkrankungen leiden und entsprechend komplexen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind.

Minimal invasive Techniken bei vielen Eingriffen möglich

Wenn immer möglich kommen minimalinvasive Techniken – Operationen durch kleine Schnitte – zum Einsatz. Wahloperationen werden im Vorfeld sorgfältig geplant und im regulären Wahlprogramm von Montag bis Freitag durchgeführt. Dazu gehören z.B. die Entfernung von Krampfadern, die Operation von Leistenbrüchen oder die Entfernung von Gallenblasen. Sofern medizinisch vertretbar, werden die Eingriffe ambulant durchgeführt. Stationäre Aufenthalte sollen von möglichst kurzer Dauer sein – häufig treten unsere Patienten erst am Operationstag ein.

Sprechstunden: Beratung und Nachkontrolle

Beurteilung und Beratung bei

  • krankhaften Zuständen (vor einer Wahloperation)
  • Verletzungen, Verletzungsfolgen
  • Nachkontrolle nach Knochenbrüchen

Spezialsprechstunde: Kniesprechstunde

  • Beurteilung und Beratung bei Verletzungen oder  Verletzungsfolgen/Schmerzen im Kniegelenk

Die Zuweisung in die Sprechstunden erfolgt in der Regel durch die Hausärzte.



Kontakt

Zur Vereinbarung individueller Sprechstunden mit einem Kaderarzt kontaktieren Sie bitte das Sekretariat der Chirurgischen Klinik: 

Cornelia Muff Beatrice Affolter
Telefon +41 (0)44 911 14 11 Telefon +41 (0)44 911 14 12
   
für Termine bei: für Termine bei:
Prof. Dr. Melcher Dr. Büchel
Dr. Baumann Dr. Fleischmann
Dr. Schreiber Dr. Zürcher
Dr. Ganeo Dr. Pasternak
  Dr. Portmann
  Dr. Hauswirth

Wir bieten weiterhin themenspezifische Sprechstunden an:  

  • Proktologische Sprechstunde: Erkrankungen des Enddarms und Afters (z.B. Hämorrhoidialleiden, Fisteln, Abszesse)
  • Knie-Sprechstunde: Meniskus-, Band- und Knorpelverletzungen am Knie 
  • Wund-Sprechstunde: Abklärung/Behandlung von chronischen/langsam heilenden Wunden